So ein (Schafs)-Käse!

Lange Zeit war der Schafskäse vor allem im mediterranen Raum sehr beliebt. Doch im Laufe der Zeit, hat der vermutlich älteste Käse der Welt auch bei uns in der Region viele Käseliebhaber für sich begeistert.

Als die ersten sogenannten Gastarbeiter vor rund 50 Jahren aus Griechenland nach Deutschland kamen, hatten sie nicht nur Gyros und Ouzo im Gepäck. Sie brachten ein drittes kulinarisches Highlight mit in Ihre neue Heimat: den Schafskäse. Hier bei uns kannte kaum einer den käsigen Klassiker aus dem Süden. In Griechenland hingegen, gilt der Schafskäse seit Jahrtausenden als Geschenk der Götter. Der griechische Gott Aristaios, Sohn des Apollon und der Kyrene, soll sich in Gestalt eines Schäfers aus dem Olymp auf die Erde begeben und so die Göttergabe Schafskäse zu uns Menschen gebracht haben.

Die hierzulande herrschende Verwirrung darüber, wie man einen Schafskäse von Feta unterscheidet ist für die Griechen geradezu unbegreiflich. Da das Wort ‚Feta‘ schlichtweg ‚Scheibe‘ oder ‚Stück‘ bedeutet, was auf der Darreichungsform des Käses beruht. Vermutlich weil das Wort Feta so griffig klang, konnte es sich nach und nach durchsetzen und gilt nun als Synonym für den klassischen Schafskäse. Das alles wäre ja grundsätzlich gar kein Problem, doch leider steckt nicht in allem, was sich Feta nennt auch tatsächlich Schafskäse drin. Überall verkauften sich Produkte mit dem Namen Feta, die zwar wie Schafskäse aussahen, aber tatsächlich aus Kuhmilch bestanden.

Doch damit ist zum Glück Schluss. Inzwischen darf man einen Käse nur als Feta betiteln, wenn er tatsächlich aus Griechenland kommt. Vor knapp 16 Jahren kam es zu diesem Beschluss, der dafür sorgte, dass die Benennung der Käseprodukte für Klarheit sorgte. Ganz traditionell muss der Käse in Salzlake schwimmen und überwiegend aus Schafsmilch bestehen – ein geringer Anteil Ziegenmilch ist nach wie vor erlaubt.        

Auch bei der Herstellung wird die griechische Tradition groß geschrieben: wie bereits seit vielen Jahrhunderten gerinnt die Schafsmilch durch den Zusatz von Buttermilch oder Lab und wird dann ausgepresst. Am Ende bleibt dann nur noch eine feste Masse übrig. Diese Masse schneidet man behutsam in Scheiben und schichtet sie mit Salz und Schafsmolke in Holzfässern oder Metallbehältern. Mindestens zwei Monate lang muss der Schafskäse reifen, bis er schlussendlich verzehrfertig ist. Natürlich gibt es auch Sorten, die wesentlich länger reifen und dadurch fester in Konsistenz und würziger im Geschmack sind.

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